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IT-Fachwirt Lexikon: Begriffe von A bis Z

Von Berufsspezialist bis Übergangsfrist: Hier stehen die Begriffe, die in der IT-Weiterbildung ständig fallen, mit Verweisen auf den passenden Ratgeber.

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Foto: Arturo A / Pexels

Die IT-Weiterbildung hat seit 2024 viele neue Wörter bekommen, und alte Titel wie IT-Fachwirt, IT-Projektleiter oder Certified IT Business Manager sind nebenher noch im Umlauf. Das Lexikon ordnet sie ein: Was ist rechtlich geregelt, was ist eine Kammerregelung, was gilt nur noch übergangsweise? Jeder Begriff ist kurz erklärt und verweist auf verwandte Begriffe.

A

  • Aufstiegs-BAföGStaatliche Förderung für berufliche Fortbildungen, die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie einen Unterhaltsbeitrag umfassen kann.
  • Außerkrafttreten der IT-FortbildungsverordnungEnde der früheren IT-Fortbildungsverordnung von 2002 zum 1. November 2024, abgelöst durch die Bachelor-Professional-Verordnung.
  • AFBG-NovelleGeplante Änderung des Aufstiegs-BAföG mit höheren Beträgen ab dem 1. August 2027, die noch nicht beschlossen ist.

B

  • Bachelor Professional in ITBundeseinheitlich geregelte IT-Fortbildung auf der zweiten Fortbildungsstufe, die den IT-Fachwirt (IHK) als Kammerabschluss ablöst.
  • BerufsspezialistErste Fortbildungsstufe der neuen IT-Weiterbildung mit fünf Spezialisierungen, die unterhalb des Bachelor Professional in IT angesiedelt ist.
  • BerufspraxisNachweis praktischer Tätigkeit mit inhaltlichem Bezug zu IT-Aufgaben, der bei mehreren Zulassungswegen des Bachelor Professional in IT erforderlich ist.
  • BestehensgrenzeMindestpunktzahl, die in jeder Prüfungsleistung erreicht werden muss, damit die Fortbildungsprüfung insgesamt bestanden ist.
  • Bundeseinheitliche PrüfungPrüfung, die nach einer Verordnung des Bundes überall nach denselben Regeln abläuft, im Unterschied zu einer einzelnen Kammerregelung.
  • BestehenserlassErlass eines Teils des Darlehens, wenn die Fortbildungsprüfung bestanden ist; derzeit 50 Prozent, ab 2027 im Entwurf 60 Prozent.
  • BMBFSFJBundesministerium, das das Aufstiegs-BAföG verantwortet und den Flyer mit den aktuellen Förderregeln herausgibt.
  • BIBBBundesinstitut für Berufsbildung, das die Neuordnung der IT-Weiterbildung fachlich begleitet und dazu Stellung nimmt.
  • BBiGAbkürzung für das Berufsbildungsgesetz, das den Lernumfang und die Grundlagen der Fortbildungsprüfungen regelt.
  • BerufsbildungsgesetzBundesgesetz, das Ausbildung und Fortbildung regelt, einschließlich der Vorgaben zum Lernumfang der IT-Fortbildungsstufen.
  • BildungsurlaubAnspruch auf bezahlte Freistellung für Weiterbildung, dessen Regeln je nach Bundesland unterschiedlich sind.

D

  • DQRDeutscher Qualifikationsrahmen, ein Einordnungssystem, das Abschlüsse aus Schule, Beruf und Hochschule auf Niveaus vergleichbar macht.
  • DQR-Niveau 6Niveau im Deutschen Qualifikationsrahmen, auf dem unter anderem Meister, Fachwirt, Operative Professionals (IT) und der Hochschul-Bachelor stehen.
  • DQR-Niveau 7Niveau im Deutschen Qualifikationsrahmen, dem Strategische Professionals (IT) und der Master zugeordnet sind.
  • DIHKDeutscher Industrie- und Handelskammertag, der die bundesweiten Prüfungsstatistiken der IHKs und die Bildungs-GmbH mit den Prüfungsterminen verantwortet.

E

  • ECTS-PunkteLeistungspunkte aus einem Studium, die als Zulassungsnachweis zum Bachelor Professional in IT dienen können, zusammen mit Berufspraxis.
  • ExistenzgründungserlassVollständiger Erlass des Restdarlehens, wenn man innerhalb von drei Jahren nach Maßnahmeende ein Unternehmen im Haupterwerb gründet.
  • EinkommensanrechnungVerrechnung von Einkommen und Vermögen mit dem Unterhaltsbedarf im Aufstiegs-BAföG, wodurch der Förderbetrag sinken kann.

F

  • FortbildungsprüfungPrüfung, mit der berufserfahrene Fachkräfte einen anerkannten Fortbildungsabschluss erwerben, geregelt durch Rechtsvorschriften des Bundes oder der Kammern.
  • Fachliche SpezialisierungErster Prüfungsteil des Bachelor Professional in IT, in dem eine von fünf Spezialisierungen gewählt und schriftlich, mündlich und präsentierend geprüft wird.
  • FachgesprächMündlicher Prüfungsteil im Anschluss an die Präsentation, in dem fachliche Fragen vertieft und Kenntnisse im Gespräch nachgewiesen werden.
  • Fachpraktische Arbeit (Meisterstück)Praktische Arbeit wie ein Meisterstück, für deren Materialkosten das Aufstiegs-BAföG derzeit einen begrenzten Anteil übernimmt.
  • FörderungshöchstdauerMaximale Zeit, für die das Aufstiegs-BAföG gewährt wird, derzeit 24 Monate in Vollzeit und 48 Monate in Teilzeit.
  • Fünftes AFBG-ÄnderungsgesetzRegierungsentwurf zur Änderung des Aufstiegs-BAföG, der als Bundestags-Drucksache vorliegt und noch nicht beschlossen ist.
  • FortbildungsstufeEbene im beruflichen Fortbildungssystem, in der IT-Weiterbildung die Berufsspezialisten als erste und der Bachelor Professional als zweite Stufe.

G

  • GesprächssimulationPrüfungsform im Teil Mitarbeitendenführung, bei der ein Führungsgespräch vorbereitet, durchgeführt und anschließend reflektiert wird.
  • GesamtnoteAus den Prüfungsteilen errechnete Endnote, bei der das IT-Projekt mit 40 Prozent am stärksten gewichtet wird.
  • Geprüfter Berufsspezialist für IT-BeratungFortbildungsabschluss der ersten Stufe im Bereich IT-Beratung, mit eigener Verordnung und eigenen Zulassungswegen.

H

  • Hochschul-BachelorHochschulabschluss, der im DQR auf dem Niveau 6 eingeordnet ist, also auf derselben Stufe wie der Bachelor Professional in IT.

I

  • IT-ProjektmanagementPlanung, Steuerung und Abschluss von IT-Vorhaben mit Zielen, Terminen, Kosten und Ressourcen, ein Kernthema der Bachelor-Prüfung.
  • InformationssicherheitSchutz von Informationen und IT-Systemen vor unbefugtem Zugriff, Verlust und Manipulation, eine der wählbaren Spezialisierungen im Bachelor.
  • IT-Fachwirt (IHK)Kammerregelung der IHK Hannover, deren Zulassung zum 31. Dezember 2025 beendet wurde; bereits Zugelassene können den Abschluss noch ablegen.
  • IT-spezifische HandlungsfelderZweiter Prüfungsteil des Bachelor Professional in IT mit den Bereichen IT-Projekte, Prozesse mit IT-Bezug sowie Einführung und Betrieb von IT-Lösungen.
  • IT-Projekt (Prüfungsteil)Vierter Prüfungsteil des Bachelor Professional in IT, bestehend aus einer betrieblichen Projektarbeit und einer mündlichen Prüfung mit Präsentation.
  • IHK HannoverIndustrie- und Handelskammer, die den IT-Fachwirt (IHK) nach eigenen Rechtsvorschriften geregelt hat und ihre Zulassung beendet hat.
  • IHKIndustrie- und Handelskammer, die in Deutschland berufliche Fortbildungsprüfungen durchführt, auch bei den bundeseinheitlichen IT-Abschlüssen.
  • IT-BeratungFachgebiet, das Kunden bei der Auswahl, Anpassung und Umsetzung individueller IT-Lösungen begleitet, und eine der wählbaren Spezialisierungen.
  • IT-AusbildungsberufAnerkannter Ausbildungsberuf im IT-Bereich, dessen Abschluss direkt zur Zulassung zum Bachelor Professional in IT berechtigt.

K

  • KammerregelungVon einer einzelnen Industrie- und Handelskammer erlassene Prüfungsvorschrift, im Unterschied zu einer bundesweit geltenden Verordnung.
  • KfW-DarlehenZinsgünstiges Darlehen der KfW, das im Aufstiegs-BAföG den nicht bezuschussten Teil des Maßnahmebeitrags finanziert.
  • KinderbetreuungszuschlagMonatlicher Zuschlag für alleinerziehende Teilnehmende mit Kindern unter 14 Jahren, derzeit 150 Euro je Kind.
  • Karriere und AufstiegBerufliche Entwicklung durch Fortbildung, bei der Abschlüsse auf DQR-Niveaus neue Verantwortungsrollen in der IT eröffnen können.

L

  • LernumfangVorgegebene Mindeststundenzahl einer Fortbildung, beim Bachelor Professional in IT in der Regel mindestens 1.200 Stunden.
  • LehrgangsgebührenKosten eines Vorbereitungslehrgangs, die im Aufstiegs-BAföG derzeit bis zu einem Höchstbetrag gefördert werden können.
  • LehrgangStrukturierter Vorbereitungskurs auf eine Fortbildungsprüfung, der meist über Monate läuft und die Prüfungsinhalte systematisch vermittelt.

M

  • MitarbeitendenführungPrüfungsteil des Bachelor Professional in IT, der Führungsaufgaben im Team schriftlich und in einer Gesprächssimulation prüft.
  • MaßnahmebeitragGesamtkosten einer geförderten Fortbildung, die derzeit zur Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte als zinsgünstiges Darlehen finanziert werden.

O

  • Operative Professionals (IT)Einordnung von IT-Fortbildungsabschlüssen im DQR-Niveau 6, die eine operative Verantwortung im Fachbereich beschreibt.

P

  • PersonalmanagementSteuerung von Personal und Teams, ein Prüfungsfeld des Bachelor Professional in IT, das Einstellung, Entwicklung und Führung umfasst.
  • ProjektarbeitSchriftliche Ausarbeitung eines betrieblichen IT-Projekts oder einer Machbarkeitsstudie, die innerhalb eines Jahres nach dem Beratungsgespräch abgegeben wird.
  • Präsentation (mündliche Prüfung)Vortrag als Teil der mündlichen Prüfung, der je nach Prüfungsteil eine begrenzte Dauer hat und anschließend im Fachgespräch vertieft wird.
  • PrüfungsbereichEinzelner wählbarer Schwerpunkt der Fachlichen Spezialisierung, aus denen man im Bachelor Professional in IT genau einen auswählt.
  • Prüfungsverfahren (Frist)Zeitlicher Rahmen, in dem das gesamte Prüfungsverfahren abgeschlossen sein muss, beim Bachelor Professional in IT innerhalb von drei Jahren.
  • PrüfungsverordnungRechtsverordnung, die Zulassung, Prüfungsteile, Dauer und Bewertung einer bundeseinheitlichen Fortbildungsprüfung verbindlich festlegt.
  • PrüfungsteilnehmerPerson, die eine Fortbildungsprüfung ablegt; die Statistik zeigt, wie wenige Personen den IT-Fachwirt (IHK) 2025 bundesweit abschlossen.
  • PrüfungsanmeldungFormale Anmeldung zu einer Fortbildungsprüfung bei der zuständigen Stelle, die Zulassung und Fristen voraussetzt.
  • PrüfungstermineFestgelegte Termine für schriftliche Prüfungsteile, die bundeseinheitlich ausgeschrieben sind, wobei nicht jede IHK jeden Termin anbietet.
  • PrüfungsgebührenKosten für die Prüfung selbst, die im Aufstiegs-BAföG zusammen mit den Lehrgangsgebühren bis zum Gesamthöchstbetrag gefördert werden.

S

  • Strategische Professionals (IT)Einordnung von IT-Abschlüssen im DQR-Niveau 7, die strategische Verantwortung und die Steuerung ganzer IT-Bereiche umfasst.

T

  • TeilzeitmaßnahmeFortbildung mit geringerem wöchentlichem Umfang, die neben dem Beruf absolviert wird und im Aufstiegs-BAföG eine längere Förderungsdauer hat.

U

  • ÜbergangsvorschriftRegel, nach der bereits begonnene Verfahren nach altem Recht zu Ende geführt werden, im Fall der IT-Fortbildung bis zum 1. November 2027.
  • UnterhaltsbeitragMonatlicher Zuschuss zum Lebensunterhalt bei Vollzeitmaßnahmen im Aufstiegs-BAföG, der nach Familiensituation und Anrechnung berechnet wird.
  • UnterhaltsbedarfBerechneter Bedarf für den Lebensunterhalt im Aufstiegs-BAföG, der sich je nach Teilnehmer, Partner und Kindern erhöht.

V

  • VermögensfreibetragBetrag, bis zu dem Vermögen im Aufstiegs-BAföG nicht auf die Förderung angerechnet wird; er erhöht sich für Partner und Kinder.
  • VollzeitmaßnahmeFortbildung mit Vollzeitumfang, bei der im Aufstiegs-BAföG ein Unterhaltsbeitrag gezahlt werden kann.

Z

  • ZulassungsvoraussetzungenBedingungen, unter denen man zur Fortbildungsprüfung zugelassen wird, etwa über einen Ausbildungsberuf, Berufsspezialisierung, Studium oder reine Berufspraxis.
  • ZuschussFörderung ohne Rückzahlungspflicht, im Aufstiegs-BAföG etwa für die Hälfte des Maßnahmebeitrags und für den Unterhaltsbeitrag bei Vollzeit.