
Bachelor Professional in IT oder Informatikstudium?
Kurzantwort: Der Bachelor Professional in IT ist eine berufsbegleitende Fortbildung mit Zulassung über Berufserfahrung oder Vorbildung, das Informatikstudium…
26. Oktober 2026
IT-Weiterbildung 2026
Kurz gesagt
Der IT-Fachwirt (IHK) ist eine Kammerregelung der IHK Hannover, und die Zulassung dazu endete am 31. Dezember 2025. Bundesweit gibt es seit dem 1. November 2024 den Bachelor Professional in IT als Nachfolger: mindestens 1.200 Lernstunden, vier Prüfungsteile, abgenommen von den IHKs.
Für Neueinsteiger nicht. Die Zulassung zur Prüfung nach den besonderen Rechtsvorschriften der IHK Hannover war nur bis zum 31. Dezember 2025 möglich. Bereits Zugelassene können den Prüfungsteil 2 „IT-Qualifikationen“ noch bis zum Prüfungstermin im Herbst 2027 ablegen.
Nein. Er war eine Kammerregelung der IHK Hannover vom 26. Februar 2013, keine bundesweite Fortbildungsverordnung. Bundesweit gilt seit dem 1. November 2024 der Bachelor Professional in IT.
Der Bachelor Professional in IT. Er ist bundeseinheitlich geregelt (Verordnung vom 24. September 2024, BGBl. 2024 I Nr. 295), wird von den 79 IHKs geprüft und umfasst in der Regel mindestens 1.200 Lernstunden.
Zugelassen wird, wer einen IT-Ausbildungsberuf abgeschlossen hat, Geprüfter Berufsspezialist im IT-Bereich ist, einen anderen Ausbildungsberuf plus 1 Jahr Berufspraxis hat, mindestens 90 ECTS-Punkte plus 2 Jahre Praxis vorweist oder mindestens 5 Jahre Berufspraxis hat (§ 2 Abs. 1).
Vier: Fachliche Spezialisierung, IT-spezifische Handlungsfelder, Mitarbeitendenführung und Personalmanagement sowie IT-Projekt. Das IT-Projekt zählt mit 40 Prozent, die anderen Teile mit je 20 Prozent.
Bundeseinheitlich liegen die schriftlichen Termine am 09.11.2026 (IT-spezifische Handlungsfelder), am 10.11.2026 (Mitarbeitendenführung und Personalmanagement) und am 18.03.2027 (Fachliche Spezialisierung). Nicht jede IHK bietet jeden Termin an.
Feste Preise nennt die Verordnung nicht; Lehrgangs- und Prüfungsgebühren legen Anbieter und Kammern fest. Das Aufstiegs-BAföG fördert derzeit Gebühren bis zu 15.000 Euro, davon 50 Prozent als Zuschuss.
Ja, die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG gefördert werden. Wer besteht, dem werden derzeit 50 Prozent des noch nicht fälligen Darlehens für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen. Eine geplante Verbesserung ab 1. August 2027 ist noch nicht beschlossen.
Vorgesehen sind in der Regel mindestens 1.200 Lernstunden. Die Dauer in Monaten hängt von Ihren Wochenstunden ab, das gesamte Prüfungsverfahren muss innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden.
Ja, mit mindestens 5 Jahren einschlägiger Berufspraxis (§ 2 Abs. 1 Nr. 5). Die Praxis muss inhaltliche Bezüge zu den Tätigkeiten des Abschlusses haben und nachgewiesen werden.
Rechtliche Aussagen stammen aus den Verordnungstexten auf gesetze-im-internet.de, aus den Angaben der IHK Hannover und der DIHK. Länderdaten kommen von Destatis, aus der Liste der 79 IHKs und aus Übersichten zu den Landesgesetzen. Jede Seite nennt ihre Quelle und ihren Stand; geplante Gesetzesänderungen kennzeichnen wir als nicht beschlossen.
Datengrundlage
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Redaktionell geprüft am 29. Oktober 2026
Wer „IT-Fachwirt“ sucht, trifft auf eine Bezeichnung, die es so nur bei einer Kammer gab. Der IT-Fachwirt/-in (IHK) war keine bundesweite Fortbildungsverordnung, sondern lief nach den besonderen Rechtsvorschriften der IHK Hannover vom 26. Februar 2013. Die Zulassung zur Prüfung war nur noch bis zum 31. Dezember 2025 möglich. Wer sich neu orientiert, landet deshalb beim Bachelor Professional in IT, dem bundeseinheitlichen Fortbildungsabschluss auf der zweiten Stufe.
Diese Seite sagt Ihnen ehrlich, was vom IT-Fachwirt übrig ist, was an seine Stelle getreten ist und wie Sie jetzt vorgehen. Die Details stehen in den Ratgebern, zum Beispiel in IT-Fachwirt: Gibt es den Abschluss noch? und IT-Fachwirt oder Bachelor Professional: was zählt heute?.
Die IHK Hannover selbst nennt den Bachelor Professional in IT als Alternative zum IT-Fachwirt. Für Ihre Karriere ändert sich dadurch weniger, als der Namenswechsel vermuten lässt: Es geht weiter um IT-Projekte, Prozesse, Führung und eine fachliche Vertiefung. Neu ist die klare bundesweite Regelung, die für alle IHKs gleich gilt.
Viele Stellenanzeigen, Lebensläufe und Weiterbildungsportale führen den IT-Fachwirt weiterhin. Das liegt daran, dass der Abschluss über Jahre etabliert war und Personalverantwortliche ihn kennen. Wer den Abschluss bereits besitzt, behält ihn selbstverständlich: Das Zeugnis verliert durch das Auslaufen der Zulassung nichts an Gültigkeit. Wer ihn noch nicht hat, sollte bei der Planung nicht mehr auf eine Anmeldung zum IT-Fachwirt hoffen, sondern den Bachelor Professional in IT ansteuern. In Bewerbungen können Sie später den korrekten Titel verwenden und im Gespräch erklären, dass er das bundesweite Gegenstück zur früheren Kammerregelung ist. Eine Gleichsetzung ist keine amtliche Aussage, deshalb sollten Sie bei Zweifeln die zuständige IHK fragen, ob und wie Teilleistungen aus einem begonnenen IT-Fachwirt-Verfahren berücksichtigt werden.
Ein weiterer Grund für die Verwirrung: Das Wort „Fachwirt“ steht in Deutschland meist für kaufmännische Fortbildungen wie den Wirtschaftsfachwirt oder den Handelsfachwirt. Der IT-Fachwirt war die IT-Variante davon, mit Teilen zu wirtschaftsbezogenen Qualifikationen, IT-Qualifikationen und handlungsspezifischen Qualifikationen. Im neuen System ist die wirtschaftliche Seite in die IT-spezifischen Handlungsfelder und in die Mitarbeitendenführung eingeflossen. So bleibt die Mischung aus Technik und Management erhalten, nur der Zuschnitt ist anders.

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Zum 1. November 2024 wurde die IT-Weiterbildung in Deutschland neu geordnet. Die alte IT-Fortbildungsverordnung vom 3. Mai 2002 trat außer Kraft, an ihre Stelle kam die Bachelor-Professional-IT-Fortbildungsprüfungsverordnung vom 24. September 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 295). Das BIBB beschreibt den Abschluss als „Herzstück“ des neuen Systems.
Die erste Fortbildungsstufe heißt Berufsspezialist/-in und kennt fünf Spezialisierungen. Darauf baut der Bachelor Professional in IT auf. Er ist öffentlich-rechtlich geregelt und wird von den IHKs durchgeführt. Der Lernumfang beträgt in der Regel mindestens 1.200 Stunden; für die Berufsspezialisten setzt das Berufsbildungsgesetz mindestens 400 Stunden an.
Mehr dazu lesen Sie in Bachelor Professional in IT: der Nachfolger erklärt und Berufsspezialist in IT: die erste Fortbildungsstufe.
Neben dem IT-Fachwirt gab es die klassischen Weiterbildungen wie IT-Projektleiter/in, Wirtschaftsinformatiker/in, IT-Berater/in und IT-Entwickler/in. Die DIHK-Statistik führt sie für 2025 noch einzeln: Beim IT-Projektleiter (Certified IT Business Manager) legten 602 Teilnehmer die Prüfung ab, 471 bestanden. Bereits begonnene Prüfungsverfahren nach der alten Verordnung sind bis zum 1. November 2027 zu Ende zu führen. Alles Weitere steht im Ratgeber Altabschlüsse: IT-Projektleiter, IT-Berater und Co. und in Übergangsfrist bis 2027.
Der größte praktische Unterschied liegt in der Einheitlichkeit. Beim IT-Fachwirt entschied eine Kammer über Zulassung und Ablauf, beim Bachelor Professional gelten Zulassung, Prüfungsteile, Gewichtung und Bestehensregeln bundesweit gleich. Die schriftlichen Prüfungstermine werden bundeseinheitlich angeboten, auch wenn nicht jede IHK jeden Termin durchführt. Für Berufstätige, die umziehen oder den Arbeitgeber wechseln, ist das ein Vorteil: Der Abschluss wird überall gleich verstanden. Außerdem ist die Stufenlogik klar: Erst der Berufsspezialist, dessen schriftliche Prüfung mit dem Teil „Fachliche Spezialisierung“ des Bachelor Professional identisch ist, danach der Bachelor Professional. Wer sich zunächst auf die erste Stufe beschränkt, kann später aufsatteln, weil der Berufsspezialist selbst einen Zulassungsweg zum Bachelor Professional darstellt (§ 2 Abs. 1 Nr. 2).
Für Zugelassene aus dem alten System gilt der Übergang: Die Übergangsvorschrift sieht vor, dass nach der alten IT-Fortbildungsverordnung begonnene Prüfungsverfahren bis zum 1. November 2027 zu Ende zu führen sind. Wer mittendrin steckt, sollte seine Fristen mit der Kammer schriftlich klären.
Bachelor Professional in ITBerufsspezialistFortbildungsprüfungDQRIT-ProjektmanagementInformationssicherheitAufstiegs-BAföGIT-Fachwirt (IHK)Fachliche SpezialisierungIT-spezifische HandlungsfelderMitarbeitendenführungPersonalmanagementIT-Projekt (Prüfungsteil)ProjektarbeitFachgesprächPräsentation (mündliche Prüfung)GesprächssimulationZulassungsvoraussetzungen
Die Zulassung zum Bachelor Professional in IT regelt § 2 Abs. 1 der Verordnung. Es gibt fünf Wege, und mehrere davon kommen ohne Studium aus. Das macht den Abschluss für Quereinsteiger interessant.
| Weg | Voraussetzung nach § 2 Abs. 1 |
|---|---|
| Nr. 1 | Abschluss- oder Gesellenprüfung in einem IT-Ausbildungsberuf |
| Nr. 2 | Geprüfter Berufsspezialist im IT-Bereich |
| Nr. 3 | Abschluss in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf plus mindestens 1 Jahr Berufspraxis |
| Nr. 4 | Mindestens 90 ECTS-Punkte in einem fachverwandten Studium plus mindestens 2 Jahre Berufspraxis |
| Nr. 5 | Mindestens 5 Jahre Berufspraxis |
Die Berufspraxis nach Nr. 3 bis 5 muss wesentliche inhaltliche Bezüge zu den Tätigkeiten des Abschlusses haben und in geeigneter Weise nachgewiesen werden. Abweichend wird auch zugelassen, wer eine vergleichbare berufliche Handlungsfähigkeit glaubhaft macht (§ 2 Abs. 2 und 3).
Mit dem IT-Abschluss-Check sehen Sie in zwei Minuten, welcher Weg für Sie passt. Wer ein Studium abgebrochen hat, findet im Ratgeber Zulassung mit ECTS-Punkten aus einem abgebrochenen Studium die Details; für Berufserfahrene ohne Ausbildung gibt es den Beitrag Quereinstieg: IT-Abschluss mit Berufserfahrung statt Studium. Die vollständige Übersicht steht in Zulassung und Voraussetzungen.
Der Vollständigkeit halber: Beim IT-Fachwirt (IHK) wurde zum Teil „Handlungsspezifische Qualifikationen“ zugelassen, wer die beiden anderen Teile innerhalb der letzten fünf Jahre abgelegt hatte und zusätzlich ein weiteres Jahr (in den Fällen Abs. 1 Nr. 1 und 2) beziehungsweise zwei weitere Jahre (Abs. 1 Nr. 3) Berufspraxis nachwies. Wie die Kammerregelung im Detail aussieht, erklärt IT-Fachwirt IHK Hannover: die Kammerregelung erklärt.
Bei den Wegen Nr. 3 bis 5 kommt es auf den Nachweis an. Üblich sind Arbeitszeugnisse, Tätigkeitsbeschreibungen des Arbeitgebers oder Bestätigungen über Projekte. Entscheidend ist der inhaltliche Bezug zu IT-Tätigkeiten: Eine Büroanstellung ohne IT-Anteile erfüllt die Voraussetzung nicht automatisch. Wer unsicher ist, ob seine Tätigkeiten reichen, sollte vor der Lehrgangsbuchung die zuständige IHK fragen, denn über die Zulassung entscheidet die Kammer. Die Verordnung lässt zudem zu, dass eine vergleichbare berufliche Handlungsfähigkeit glaubhaft gemacht wird. Das ist ein Ausnahmeweg, kein Regelfall, und er verlangt eine gut begründete Darstellung Ihrer Kenntnisse.
Beachten Sie auch: Die Zulassung ist die Eintrittskarte zur Prüfung, nicht zum Lehrgang. Viele Anbieter nehmen Teilnehmer auch ohne bereits erfüllte Zulassung auf, solange sie diese bis zur Anmeldung zur Prüfung erreichen. Planen Sie deshalb rückwärts: Wann erfüllen Sie die Voraussetzung, und wann liegt der erste Prüfungstermin, den Sie anpeilen?
Für den Bachelor Professional in IT sind in der Regel mindestens 1.200 Stunden vorgesehen. Wie lange das in Kalendermonaten dauert, hängt allein davon ab, wie viele Stunden pro Woche Sie investieren. Eine feste Zahl in Monaten nennt die Verordnung nicht; belastbar ist nur die Stundenzahl.
| Wochenstunden (Beispiel) | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 10 Stunden pro Woche | 1.200 ÷ 10 = 120 Wochen | rund 2,3 Jahre |
| 15 Stunden pro Woche | 1.200 ÷ 15 = 80 Wochen | rund 1,5 Jahre |
| 20 Stunden pro Woche | 1.200 ÷ 20 = 60 Wochen | rund 1,2 Jahre |
Die Wochenstunden sind frei gewählte Beispielwerte, keine Vorgaben. Urlaub, Prüfungsphasen und die Projektarbeit verlängern die Zeit in der Praxis.
Lehrgänge gibt es als Fernkurs, als Präsenzlehrgang am Abend oder Wochenende, als Live-Online-Kurs und bei den IHK-Akademien. Fernkurse sind am flexibelsten, Präsenz und Live-Online bieten festen Rhythmus und Austausch. Die Entscheidungshilfe finden Sie in IT-Lehrgang online, in Präsenz oder im Fernkurs?. Wer eine Struktur braucht, plant mit dem Lernplan für 1.200 Stunden neben dem Vollzeitjob; mehr zur Dauer steht in Lernumfang: wie lange dauert der Bachelor Professional?.
Wichtig für die Planung: Das gesamte Prüfungsverfahren ist innerhalb von drei Jahren abzuschließen (§ 19 Abs. 5). Die Lernzeit sollte also zu diesem Zeitfenster passen.
Der häufigste Fehler ist, nur den Lehrgang zu planen und die Projektarbeit zu vergessen. Das IT-Projekt braucht ein betriebliches Vorhaben, Absprachen mit dem Arbeitgeber und Zeit für die Dokumentation. Zwischen Beratungsgespräch und Abgabetermin liegt höchstens ein Jahr (§ 25). Der zweite Fehler ist, die Prüfungstermine zu spät zu prüfen: Die schriftlichen Teile werden nur an bestimmten Terminen im Jahr angeboten, und nicht jede IHK führt jeden Termin durch. Wer rechtzeitig klärt, welche Kammer welchen Termin anbietet, vermeidet Wartezeiten. Der dritte Fehler ist ein Plan ohne Puffer: Krankheit, Projektstress im Job oder Familie lassen sich bei 1.200 Stunden kaum ausschließen. Rechnen Sie mit einem Zeitpuffer und halten Sie das Drei-Jahres-Fenster des Prüfungsverfahrens im Blick.






Die Kosten bestehen aus Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren. Feste Preise für den Bachelor Professional in IT nennt die Verordnung nicht, die Anbieter legen sie selbst fest. Bei der Finanzierung hilft das Aufstiegs-BAföG (AFBG).
Angenommen, Lehrgang und Prüfung kosten zusammen 6.000 Euro. Diese Summe ist ein frei gewählter Beispielwert und kein Marktpreis.
| Schritt | Betrag (Beispiel) |
|---|---|
| Gesamtkosten | 6.000 Euro |
| Zuschuss (50 Prozent) | 3.000 Euro |
| Darlehensanteil (50 Prozent) | 3.000 Euro |
| Erlass nach bestandener Prüfung (50 Prozent des Darlehens) | 1.500 Euro |
| Zurückzuzahlen | 1.500 Euro |
Ob und in welcher Höhe Sie gefördert werden, entscheidet das zuständige Amt für Ausbildungsförderung im Einzelfall. Beim Unterhalt werden Einkommen und Vermögen angerechnet; der Vermögensfreibetrag beträgt 45.000 Euro. Eine Gesetzesänderung ist geplant, aber noch nicht beschlossen: Der Regierungsentwurf sieht ab dem 1. August 2027 unter anderem 18.000 statt 15.000 Euro Höchstbetrag und 60 statt 50 Prozent Bestehenserlass vor. Planen Sie bis dahin mit den geltenden Werten.
Alle Details zur Förderung lesen Sie in IT-Weiterbildung: Kosten und Aufstiegs-BAföG. Auch Ihr Arbeitgeber kann sich beteiligen, wie Arbeitgeber und IT-Weiterbildung: Förderung aushandeln zeigt. Und wer Freistellung braucht, schaut in Bildungsurlaub für die IT-Weiterbildung nutzen sowie in die Übersicht nach Bundesland.
Neben dem Aufstiegs-BAföG können Arbeitgeber Lehrgangskosten übernehmen oder bezuschussen, oft gegen eine Bindungsfrist im Betrieb. Vereinbaren Sie in solchen Fällen schriftlich, welche Kosten übernommen werden, was bei vorzeitigem Ausscheiden passiert und ob Lernzeit als Arbeitszeit zählt. Prüfen Sie außerdem, ob in Ihrem Bundesland ein Anspruch auf Bildungsurlaub besteht; die Regeln unterscheiden sich je nach Landesgesetz. Die Übersicht dazu steht auf den Länderseiten dieses Portals. Auch steuerlich können Weiterbildungskosten im Rahmen der Werbungskosten eine Rolle spielen; das hängt vom Einzelfall ab, und hier sollten Sie eine Steuerberatung oder das Finanzamt fragen. Wichtig ist, dass Sie den Förderantrag früh stellen, denn Förderung und Lehrgangsbeginn müssen zeitlich zusammenpassen.
Die Prüfung hat vier Prüfungsteile. Bestanden ist sie, wenn in allen Prüfungsleistungen jeweils mindestens 50 Punkte erreicht wurden. Die weiteren Teile beginnen erst, wenn im Teil „Fachliche Spezialisierung“ mindestens 50 Punkte erreicht wurden.
| Prüfungsteil | Schriftlich | Mündlich | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Fachliche Spezialisierung | zwei Aufgaben, je mind. 90 Minuten, insgesamt höchstens 240 Minuten | Präsentation (höchstens 15 Minuten) und Fachgespräch (höchstens 30 Minuten) | 20 % |
| IT-spezifische Handlungsfelder | zwei Aufgaben, je mind. 120 Minuten, insgesamt höchstens 300 Minuten; eine Aufgabe soll englisch sein | keine | 20 % |
| Mitarbeitendenführung und Personalmanagement | zwei Aufgaben, je mind. 60 Minuten, insgesamt höchstens 180 Minuten | Gesprächssimulation mit Reflexion, zusammen höchstens 30 Minuten (Vorbereitung höchstens 30 Minuten) | 20 % |
| IT-Projekt | Projektarbeit mit Dokumentation oder Machbarkeitsstudie | Präsentation (20 bis 30 Minuten) und Fachgespräch, zusammen höchstens 90 Minuten | 40 % |
Im ersten Teil wählen Sie einen von fünf Bereichen: IT-Infrastrukturen, Informationssicherheit, Softwarelösungen, Datenanalysen oder Beratung bei IT-Kundenlösungen. Welche Spezialisierung zu Ihnen passt, klärt Fachliche Spezialisierung: welche der fünf passt zu dir?. Vertiefungen gibt es zu Informationssicherheit, Softwareentwicklung, Datenanalyse und IT-Infrastruktur.
Die DIHK-Bildungs-GmbH führt bundeseinheitliche Termine. Ab heute (29.10.2026) stehen an:
| Prüfungsteil | Nächste Termine |
|---|---|
| Fachliche Spezialisierung | 18.03.2027, 13.09.2027 |
| IT-spezifische Handlungsfelder | 09.11.2026, 12.05.2027, 08.11.2027 |
| Mitarbeitendenführung und Personalmanagement | 10.11.2026, 13.05.2027, 09.11.2027 |
Nicht jede IHK bietet jeden Termin an; fragen Sie bei Ihrer zuständigen Kammer nach. Weitere Informationen: Prüfungsaufbau im Überblick, Prüfungstermine 2026 und 2027, Das IT-Projekt, Gesprächssimulation, die englische Prüfungsaufgabe und Bestehensregeln und Gewichtung. Bei einem Fehlversuch hilft Prüfung nicht bestanden: Fristen und Wiederholung.
Weil in allen Prüfungsleistungen mindestens 50 Punkte nötig sind, genügt ein starker Teil nicht, um einen schwachen auszugleichen. Planen Sie deshalb für jeden Teil eigene Vorbereitungszeit ein. Besonders die mündlichen Formate wie die Gesprächssimulation und das Fachgespräch zum IT-Projekt wirken auf viele zunächst ungewohnt, lassen sich aber gut trainieren. Üben Sie die Präsentation mit Kolleginnen und Kollegen, halten Sie die Zeitvorgaben ein und bereiten Sie sich auf Rückfragen zu Ihren Entscheidungen im Projekt vor. Für die englische Aufgabe in den IT-spezifischen Handlungsfeldern lohnt es sich, Fachtexte im Original zu lesen und englische Begriffe aus IT-Management und Projektarbeit zu sammeln.
„IT-Fachwirt“ klingt nach einem festen Bundesabschluss, ist aber eine Kammerregelung der IHK Hannover. Seit dem 1. November 2024 gilt für die IT-Weiterbildung ein neues System mit zwei Stufen: Berufsspezialist/-in mit fünf Spezialisierungen und darüber der Bachelor Professional in IT. Wer heute plant, braucht deshalb vier Antworten: ob man zugelassen wird, wie die Prüfung aufgebaut ist, wann die nächsten Termine liegen und was Lehrgang und Prüfung kosten. Dazu kommen regionale Fragen: Welche IHK ist zuständig, und gibt es im eigenen Bundesland Bildungsurlaub? Auf dieser Seite beginnen Sie mit der Übersicht, danach führen die Ratgeber in jedes Thema.
Konkrete Gehaltszahlen nennen wir hier bewusst nicht, weil wir für den Bachelor Professional in IT keine belastbare, quellengestützte Statistik haben. Was sich seriös sagen lässt, ist qualitativ: Der Abschluss richtet sich an Fachkräfte, die Verantwortung übernehmen wollen, also Projekte leiten, Prozesse steuern und Mitarbeitende führen. Das spiegelt sich im Prüfungsaufbau, in dem Mitarbeitendenführung ein eigener Teil ist und das IT-Projekt mit 40 Prozent am stärksten zählt.
Ob eine Gehaltssteigerung folgt, hängt von Arbeitgeber, Region, Branche und Verhandlung ab. Hilfreich ist, die Weiterbildung vorab mit dem Arbeitgeber zu besprechen und konkrete Aufgaben zu vereinbaren. Gedanken dazu finden Sie in Gehalt nach dem Bachelor Professional in IT und Karrierewege: Teamleitung, Projektleitung, IT-Management.
Wer die Weiterbildung beruflich nutzen will, sollte schon während des Lehrgangs sichtbar Verantwortung übernehmen. Ein IT-Projekt, das zugleich den Betrieb voranbringt, ist der stärkste Beleg für Ihr Können, weil es zeigt, dass Sie Planung, Umsetzung und Kommunikation beherrschen. Sprechen Sie mit Ihrer Führungskraft früh darüber, welche Aufgaben nach dem Abschluss möglich sind. Auch ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn im aktuellen Betrieb keine Aufstiegsstelle in Sicht ist. Prüfen Sie dann Stellenanzeigen, in denen Projekt- oder Teamleitung gefragt ist, und achten Sie darauf, wie dort Abschlüsse genannt werden.
Viele fragen, wie sich der Abschluss zu anderen Wegen verhält. Die folgende Tabelle ordnet ein. Die DQR-Zuordnung folgt einer IHK-Übersicht: Niveau 6 umfasst unter anderem Meister, Fachwirt, Fachkaufmann, Operative Professionals (IT) und den Hochschul-Bachelor.
| Abschluss | Wesen | Wichtig zu wissen |
|---|---|---|
| IT-Fachwirt/-in (IHK) | Kammerregelung der IHK Hannover | Zulassung endete am 31.12.2025 |
| Bachelor Professional in IT | Bundeseinheitliche IT-Fortbildung, zweite Stufe | Seit 1.11.2024, mind. 1.200 Stunden, vier Prüfungsteile |
| Berufsspezialist in IT | Erste Fortbildungsstufe mit fünf Spezialisierungen | Laut BBiG mind. 400 Stunden |
| Wirtschaftsfachwirt | Kaufmännischer Fachwirt, nicht IT-spezifisch | Eigenes Prüfungssystem |
| Informatikstudium | Hochschulabschluss | Anderer Weg, anderer Zeitaufwand |
Die Unterschiede im Detail: IT-Fachwirt oder Wirtschaftsfachwirt: der Unterschied, Bachelor Professional in IT oder Informatikstudium? und DQR 6: Einstufung des IT-Abschlusses im Vergleich. Begriffe wie DQR, Fortbildungsprüfung oder Berufsspezialist erklärt das Lexikon der IT-Weiterbildung.
Ein Informatikstudium vermittelt breite theoretische Grundlagen und ist an Hochschulen organisiert. Der Bachelor Professional setzt dagegen Berufspraxis voraus und prüft Handlungskompetenz im betrieblichen Umfeld, gewichtet über das IT-Projekt mit 40 Prozent. Beide Wege können zu ähnlichen Positionen führen, doch die Zugangswege, der Zeitaufwand und die Inhalte unterscheiden sich deutlich. Der Wirtschaftsfachwirt ist dagegen eine kaufmännische Fortbildung ohne IT-Schwerpunkt. Wer technische Verantwortung mit Führungsaufgaben verbinden will, ist beim Bachelor Professional in IT inhaltlich näher dran. Entscheiden Sie anhand Ihrer Ausgangslage: Haben Sie eine Ausbildung und Berufspraxis, ist die Fortbildung oft der direktere Weg; wollen Sie wissenschaftlich arbeiten oder Forschung betreiben, spricht mehr für ein Studium.
Die Prüfung nehmen die IHKs ab, den Lehrgang können Sie bei verschiedenen Anbietern belegen. Eine Pflicht zu einem bestimmten Anbieter gibt es nicht. Wichtig ist, dass der Lehrgang auf die Prüfungsteile vorbereitet und zu Ihrer Zeit passt.
Im Verzeichnis der Lehrgangsanbieter finden Sie Anbieter nach Lernform sortiert. Anbieter, die sich eintragen möchten, finden die Optionen unter Anbieter-Einträge. Eine Orientierung zum Vergleich gibt Lehrgangsanbieter für die IT-Weiterbildung vergleichen. Wenn Sie zuerst Ihre Kammer suchen, hilft die Seite IHKs nach Bundesland.
Zur Einordnung der Chancen: Die DIHK-Statistik nennt für den alten IT-Fachwirt (IHK) im Jahr 2025 15 Prüfungsteilnehmer, 13 davon bestanden (rechnerisch 86,7 Prozent, eigene Berechnung). Das ist eine sehr kleine Gruppe und lässt keine Aussage über den Bachelor Professional zu. Zahlen zur neuen Prüfung finden Sie in Bestehensquote in der IT-Weiterbildung. Alle Themen auf einen Blick bietet der Ratgeber-Bereich.
Stellen Sie vor der Buchung konkrete Fragen: Wie viele Unterrichtsstunden und wie viele Stunden Selbststudium sind eingeplant? Welche Spezialisierungen werden angeboten? Wie wird auf das IT-Projekt und die Gesprächssimulation vorbereitet? Gibt es Probe-Prüfungen? Was passiert, wenn Sie eine Prüfung wiederholen müssen? Werden Lernunterlagen, Prüfungsgebühren und Prüfungsvorbereitung getrennt abgerechnet? Lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben und vergleichen Sie mindestens zwei bis drei Angebote. Ein seriöser Anbieter nennt Ihnen offen, wie er mit der Prüfung der IHK zusammenarbeitet, denn die Prüfung selbst nimmt immer die Kammer ab.